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Die Illustration zeigt Friedrich Wilhelm Raiffeisen. Urheber: Ronald Dunckert Bildnachweis: Die Illustration zeigt Friedrich Wilhelm Raiffeisen. Urheber: Ronald Dunckert - Evangelische Kirche im Rheinland, 2017.

Evangelischer Raiffeisenkongress – 18./19. Juni 2018

Wie kann das Genossenschaftswesen zukünftig genutzt werden?

Ein Editorial von Studienleiter und Landespfarrer Peter Mörbel zum Evangelischen Raiffeisenkongress, der vom 18. bis 19. Juni 2018 in Bonn stattfindet.

Anlässlich des 200. Geburtstags des Genossenschaftsgründers Friedrich Wilhelm Raiffeisen laden wir, die Evangelische Akademie im Rheinland, zusammen mit dem Sozialwissenschaftliche Institut der EKD, dem Seminar für Genossenschaftswesen der Universität Köln und der Stiftung Sozialer Protestantismus zu einer internationalen und interdisziplinären Tagung nach Bonn ein. So wird Kooperation nicht nur zum theoretischen Thema, sondern zugleich als stilgerechte Form praktiziert.

Im Fokus des Kongresses: Die Zukunftspotenziale der Genossenschaftsidee
Der Titel: „Teilhabe und Teilnahme. Zukunftspotenziale der Genossenschaftsidee“ weist bereits auf den Schwerpunkt des Kongresses hin:

Es geht um die Zukunftspotenziale des Genossenschaftswesens, das einst von dem Protestanten Raiffeisen reformiert und als vielseitiges und daher erfolgreiches wirtschaftliches Instrument weiterentwickelt wurde. Bis heute spielen die ortsnahen Genossenschaften und regionale Zusammenschlüssen genossenschaftlicher Initiativen eine im wörtlichen Sinne "notwendige" Rolle in unterschiedlichsten kulturellen, politischen und ökonomischen Kontexten.

Genossenschaften: „Alternativen zum Kapitalismus im Kapitalismus“
In unserem Wirtschaftssystem bilden Genossenschaften „Alternativen zum Kapitalismus im Kapitalismus“. Die einst als Notlösung unter armen und auf sich gestellten Landbewohnern im Westerwald entwickelten Formen selbstbestimmter, selbstverwalteter und selbstverantworteter Kooperation sind heute wieder modern. Sie bergen immenses Zukunftspotenzial.

Wo Menschen sich nicht länger mit der Verarmung ihrer Lebenswelt abfinden wollen, wo sie sich in der Energieversorgung nicht von Großkonzernen erpressen lassen wollen, wo sie die Lösung der Versorgungsfragen nicht mehr von einer überforderten Kommune erwarten können, wo es um nachhaltige Lebensmittelproduktion und fairen Warenhandel gehen soll, da gewinnt die Genossenschaftsidee wieder an Aktualität. Unter dem Grundsatz von Teilhabe und Teilnahme machen gleichberechtigte und gleichverpflichtete Genossinnen und Genossen „ihr Ding“. Der Kongress zeigt an mehreren Beispielen, wie Genossenschaften entstehen, für wen sie sich besonders eignen und was man mit ihnen besser machen kann.

Vorträge, Podien und Workshops zu fünf Themenschwerpunkten
In fünf Themensträngen informieren und diskutieren Fachleute aus Wissenschaft und Praxis, aus Genossenschaftsverbänden und Genossenschaften, aus Diakonie, Entwicklungsarbeit, Finanzwirtschaft und Kirchenorganisation, aus Ökonomie und Theologie über die Zukunft dieser großartigen Idee, deren Potenziale noch längst nicht ausgeschöpft sind:

I. Genossenschaften in der Einen Welt
II. Genossenschaften in der Sozialwirtschaft
III. Genossenschaften in der Wirtschaftsordnung
IV. Alle für einen – einer für alle? Für wen sind Genossenschaften attraktiv? 
V. Genossenschaft als christliche Gemeinde – Gemeinde als christliche Genossenschaft

Der Schwerpunkt der Tagung liegt auf der Präsentation und Diskussion neuerer Entwicklungen im Genossenschaftswesen, vor allem nachhaltige und selbstbestimmte Formen des Wirtschaftens im Bereich der Sozialwirtschaft und der Gemeinwesenarbeit.

Die Leitfrage: Wie kann das Genossenschaftsprinzip in kirchlichen und kommunalen Kontexten mehr Teilhabe ermöglichen?
Die Leitfrage, die bei allen Diskussionen eine Rolle spielen wird und auf die der Evangelische Raiffeisen-Kongress Antworten liefern will, lautet: Wie lassen sich nach dem Genossenschaftsprinzip künftig in kirchlichen wie auch in kommunalen Kontexten wieder mehr Menschen aktivieren und an Projekten beteiligen? 

Mit meinen Partnerinnen und Partnern freue ich mich auf Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die die Kongressangebote zur Orientierung für eigene Vorhaben nutzen oder eigene Ansätze und Erfahrungen in das Tagungsgespräch einbringen.

Landespfarrer Peter Mörbel
Evangelische Akademie im Rheinland, Bonn

weitere Informationen zum Raiffeisenkongress finden Sie hier

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Peter Mörbel, hbl, ms / 30.01.2018



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