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Evangelischer Raiffeisenkongress, 18./19. Juni 2018

Christoph Nötzel: Gemeinde gemeinsam gestalten

Auf dem Evangelischen Raiffeisenkongress "Teilhabe und Teilnahme" gab Landespfarrer Christoph Nötzel​ vom Zentrum Gemeinde und Kirchenentwicklung Impulse, wie Teilhabe aller in Kirchengemeinden und partizipative Gemeindeentwicklung gelingen können. Das Video mit seinem Beitrag ist jetzt auf hier und auf unserem YouTube-Kanal abrufbar

Für die Reformation war die Gemeinde ein Ort, wo Menschen miteinander ihren Glauben leben und gestalten. Das müsse man sich heute neu ins Gedächtnis rufen, so Landespfarrer Christoph zu Beginn seines Impulsreferates. „Die Kirche ist keine Versorgungseinheit für die Versorgung mit religiösen Leistungen, sei es ein Gemeindefest, ein Gottesdienst zum Heiligabend oder eine Trauerfeier. Kirche wird von vielen getragen. Der Impuls von dem einen, Jesus, von dem Kirche ausging, war es, viele stark zu machen zum Handeln.“

Eine zentrale Aufgabe von Kirchengemeinden:
Menschen zu motivieren und zu ermächtigen

Deshalb ist es heute eine zentrale Aufgabe des „Systems Gemeinde“, Initiativen zuzulassen, Vertrauen aufzubauen, dort, wo Macht ist, Macht abzugeben und Menschen zu motivieren und zu „ermächtigen“.

Anhand von Beispielen aus seiner Praxis stellte Christoph Nötzel Faktoren vor, die innerhalb einer Kirchengemeinde Initiative, Kooperation und Partizipation fördern.

Kirche hat eine Aufgabe in der Welt und braucht Menschen, die Lust haben zu gestalten

Die radikalste Form von Partizipation sei dabei die Selbstorganisation. Menschen aus der Gemeinde sagen dann: "Wir machen es selbst“, z.B. eine Familienkirche, einen Punkergottesdienst oder ein Kirchencafé.  Dafür Freiräume zu geben und diese Initiativen willkommen zu heißen, stelle für Kirchengemeinden einen großen Schritt dar. Denn auf den ersten Blick läuft dies den Interessen der Organisation zuwider. „Aber wenn Kirche kein Selbstzweck ist, sondern einen Auftrag in dieser Welt zu erfüllen hat, dann müsste sie eigentlich jeden willkommen heißen, dem es gelingt, diesen Auftrag auch wahrzunehmen. Sie müsste sagen: Lieber Bruder, liebe Schwester, schön, dass du da bist, wir gehören zusammen.“

Zur Person
Landespfarrer Christoph Nötzel ist Leiter des Arbeitsbereichs Missionale/Kirche im Zentrum Gemeinde und Kirchenentwicklung, Wuppertal

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hbl, ms / 05.09.2018



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