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Tagung zum Umgang mit einem Tabu im Wirtschaftsleben

Scheitern als Chance begreifen

Der Erfolg hat viele Väter und Mütter - im Scheitern bleibt jeder und jede allein. So scheint es. Selten werden Person und Sache so schnell und so verhängnisvoll miteinander verkoppelt wie beim Misslingen.

Foto: Tom Wang - Fotolia.com

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Menschen in unternehmerischer Verantwortung sind von beruflichen Versagensängsten ebenso wenig frei wie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. "Die Verinnerlichung der negativen moralischen Bewertung von Scheitern, Misserfolgen und Versagen hemmt Lernprozesse und verhindert innovatorisches Handeln", sagt Studienleiter Peter Mörbel, der am 27. und 28. September eine Tagung zum Thema angeboten hat:

Wenn Angst die Seele frisst ...
Das Risiko beruflichen Scheiterns als Herausforderung für Einzelne und die Unternehmenskultur

"Es ist gelungen, den Blick zu öffnen für einen besseren und kreativeren Umgang mit Schuld, Versagen und Scheitern. Zudem gab es breiten Raum für Gedanken- und Erfahrungsaustausch", zog Peter Mörbel zum Schluss der Tagung Bilanz.

"Die Mischung der mitwirkenden Personen verspricht spannende Vorträge und anregende Gespräche"

Matthias Jung, Pfarrer am Niederrhein und engagiert beim Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (KDA), war einer der Mitinitiatoren. Im Vorfeld der Tagung hat er dazu in seinem Blog einen Artikel veröffentlicht:

"Vom 27. – 28. September 2013 findet in der Ev. Akademie Rheinland in Bad Godesberg eine Tagung zum Thema Scheitern statt. Im Untertitel heißt es: “Das­ Risiko­ beruflichen­ Scheiterns­ als­ Herausforderung­ für ­Einzelne­ und­ die­ Unternehmenskultur”

An Konzeption, Vorplanung und Durchführung war und bin ich selbst beteiligt. Es ist bereits die zweite Tagung, die aus einem Arbeitskreis des Sozialethischen Ausschusses der Evangelischen Kirche im Rheinland heraus entstanden ist, der sich mit den Folgen beruflichen Scheiterns auseinandersetzt.

Und zwar nicht in erster Linie im Blick auf die Menschen, die bei Insolvenzen usw. entlassen werden, sondern im Fokus standen auf Hinweis von Rechtsanwalt Prof. Linderhaus die Kleinselbständigen, Handwerksmeister/innen, Geschäftsführer/innen. “Wie sieht es mit der Seelsorge für diesen Personenkreis aus?”, so lautete die Frage von Linderhaus, die zur Gründung des Arbeitskreises führte. Das Thema beschäftigt mich selbst ausgehend von den Diskussionsrunden im Arbeitskreis schon länger, hier habe ich schon mal dazu gebloggt: Scheitern. Mitleiden. Klagen

Studienleiter Peter Mörbel ist es gelungen, ein interessantes Programm auf die Beine zu stellen. Die Mischung der mitwirkenden Personen verspricht spannende Vorträge und anregende Gespräche. Ich würde mich freuen, wenn nun auch noch viele unterschiedliche Menschen teilnehmen und das eine rundherum runde Sache wird."

hbl / 28.09.2013


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