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Ökumenische Fachtagung

Hilfen zwischen Scheitern und Neuanfang

Die rechtlichen und ökonomischen Folgen einer Insolvenz regelt das Gesetz. Aber es gibt auch psychische Folgen des Scheiterns. Eine Tagung an der Evangelischen Akademie im Rheinland fragt nach Hilfen.

Foto: Gerd Altmann. Pixelio.de LupeFoto: Gerd Altmann. Pixelio.de

Um „Chancen im Scheitern“ geht es in der ökumenischen Fachtagung am Dienstag, 13. September, im „Haus der Begegnung“ in Bonn. Im Mittelpunkt steht der Umgang mit Unternehmensinsolvenzen in Wirtschaft und Gesellschaft, Kirche, Seelsorge und Beratung. Zur Tagung kommen Insolvenzverwalter, Expertinnen und Experten aus der kirchlichen Beratungsarbeit sowie Betroffene aus Selbsthilfegruppen.

„Zunächst einmal wollen wir im kirchlichen Bereich mehr Sachkenntnis zum Thema Insolvenz erwerben“, sagt Dr. Kordula Schlösser-Kost, Referentin für Sozialpolitik in der Evangelischen Kirche im Rheinland. Es müsse deutlich werden, dass Insolvenz nicht nur Abbau und Abwicklung bedeute, sondern auch Sanierung statt Zerschlagung heißen könne.

Insolvenz sei eine verbreitete Konfliktlage in der Wirtschafts- und Arbeitswelt, so Schlösser-Kost. Dies gelte es für die Kirche näher zu beleuchten und „den Faktor Arbeit als politische Größe“ wahrzunehmen. Darstellen wolle man die psychisch belastende Situation für alle Beteiligten, für den Unternehmer und die Arbeitnehmer. In der Tagung soll zudem ein möglicher Beratungsbedarf eingeschätzt werden und nach Kooperationsmöglichkeiten von Beteiligten an Insolvenzverfahren und kirchlichen Arbeitsbereichen gefragt werden.

„In Deutschland ist eine Insolvenz ein Kainsmal“
Für eine zweite Chance im Scheitern plädiert Professor Dr. Holger Linderhaus, Rechtsanwalt aus Düsseldorf und Mitglied des Arbeitskreises Evangelischer Unternehmer. Er ist Impulsgeber in einem Tagungs-Workshop zur Frage: „Wird die bestehende Insolvenzordnung der gesellschaftlichen Verantwortung für Gescheiterte gerecht?“. Trotz Änderungen im deutschen Insolvenzrecht 1999 sieht Linderhaus noch große Defizite. In Ländern wie den USA gehörten Scheitern und Neuanfang zur Wirtschaft. Auch in Großbritannien sei eine Restschuldbefreiung nach einem Jahr möglich, in der Bundesrepublik dauere dies sechs Jahre.

„In Deutschland ist eine Insolvenz ein Kainsmal“, so der Jurist. Das sei fatal für die Wirtschaft, denn Unternehmen berge immer ein Risiko und die Gefahr des Scheiterns. Ohne Risiko gebe es aber keinen Fortschritt. Doch nach den Erfahrungen von Linderhaus zeigen sich auch Defizite bei einigen Akteuren. Mancher Geschäftsführer einer GmbH kenne die Haftungsrisiken nicht. Deshalb fordert Linderhaus den Nachweis von Mindestkenntnissen für die Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer.

In weiteren Workshops werden Erfahrungen mit Notfall-Hilfe-Konzepten vorgestellt und wird nach vernetzter Beratung gefragt. Anmeldungen zur Tagung sind bis sieben Tage vor der Veranstaltung bei der Evangelischen Akademie im Rheinland möglich. Das detaillierte Programm ist dem als PDF zum Download bereitgestellten Flyer zu entnehmen.

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ekir.de/rtm / 01.09.2011



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