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Dr. Kathrin S. Kürzinger
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Zukunftsprojekt Erde

Vom Überfluss befreien oder positiv wachsen?

Nach unendlichem Wachstum in einer endlichen Welt fragt eine Fachtagung der Evangelischen Akademie Rheinland. Die Tagung ist eine Veranstaltung im Wissenschaftsjahr 2012 "Zukunftsprojekt Erde".

Welches Wachstum verträgt der blaue Planet? Danach fragt das Wissenschaftsjahr 2012. Welches Wachstum verträgt der blaue Planet? Danach fragt das Wissenschaftsjahr 2012.

Die Tagung findet am Freitag und Samstag, 14. und 15. September, in Bonn statt. "Mögliche Kriterien für nachhaltiges Wachstum werden sozialethisch, ökonomisch und wirtschaftspolitisch begründet zur Diskussion gestellt", heißt es bei der Akademie. Konkrete Beispiele sollten Handlungsoptionen veranschaulichen, die in alltäglichen Lebenszusammenhängen und in institutionellen Verantwortungsbereichen umsetzbar sind.

Indikatoren für Nachhaltigkeit gesucht

"Die Tagung steht im weiteren Kontext der landeskirchlichen Stellungnahme Wirtschaften für das Leben", erläutert Landespfarrer Peter Mörbel, Studienleiter der Evangelischen Akademie im Rheinland. Nachhaltigkeit sei dort als ein Ziel des Wirtschaftens benannt worden. "Doch woran kann man das messen?", fragt Mörbel. Dafür müssten auch andere Indikatoren als das Bruttosozialprodukt benannt werden.

Den Eröffnungsvortag hält Professor Dr. Niko Paech, Dozent an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und Autor des Buches "Befreiung vom Überfluss: Auf dem Weg in die Postwachstumsökonomie". Als Postwachstumsökonomie bezeichnet er eine Wirtschaft, die ohne Wachstum des Bruttoinlandsprodukts eine stabile Versorgung garantiert, wenn auch mit reduziertem Konsum. Versuchen, weiteres in Geld messbares Wachstum zu rechtfertigen, erteilt er auch dann eine Absage, wenn sie als "qualitatives" oder "grünes" Wachstum definiert werden.

Eine andere Position vertritt Professor Dr. Dominik H. Enste vom Institut der deutschen Wirtschaft in Köln. "Wirtschaftswachstum hat eine Vielzahl von positiven Effekten", lautet eine seiner grundlegenden Thesen. Das ist seiner Ansicht nach insbesondere dann der Fall, wenn das Wachstum nicht mit einem zunehmenden Verbrauch von Energie und Rohstoffen einhergeht. Mehr Dienstleistungen könnten das Bruttoinlandsprodukt steigern, ohne dass es zu einem höheren Verbrauch natürlicher Ressourcen komme. Als Beispiel nennt er ein zusätzliches Wachstum im Pflegebereich.

Im Zeichen des Umweltgipfels von Rio

Zu den weiteren Referenten der Fachtagung gehören der Sozialethiker Professor Dr. Jörg Hübner aus Bochum, Friedel Hütz-Adams vom Südwind-Institut für Ökonomie und Ökumene sowie Diplom-Volkswirt Matthias Zeeb, ehemaliger Mitarbeiter am Sozialwissenschaftlichen Institut der Evangelischen Kirche in Deutschland und Geschäftsführer der Beratungsfirma "resilietas".

Das Wissenschaftsjahr 2012 "Zukunftsprojekt Erde" ist eine Initiative des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung. Im Jahr des erneuten Umweltgipfels in Rio de Janeiro stehen drei Fragen im Mittelpunkt: "Wie wollen wir leben? Wie müssen wir wirtschaften? Und wie können wir unsere Umwelt bewahren, um die Lebensgrundlagen zu schützen?". Die Evangelischen Akademien in Deutschland sind Partner der Initiative und bieten an ihren Standorten insgesamt 13 Veranstaltungen rund um das Thema an.

 

ekir.de / rtm / Bild: Gerd Altmann/pixelio.de / Evangelische Kirche im Rheinland - EKiR.de / 05.09.2012



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